Eindeutige Botschaft: Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine Umverteilung
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Etwa 50% der Wahlberechtigten hier wählen asoziale Arschlöcher. Finde des Fehler.
Die meisten Leute kennen auch die Wahlprogramme nicht und beschäftigen sich auch nicht sonderlich mit Politik. Da ist die Informationsquelle der Stammtisch oder die Bild.
Welche angeblichen Warnsignale ignoriert die Politik denn? Die Antwort der Wähler auf ungerechte Verteilung ist doch, mehrheitlich Parteien zu wählen, die entweder die existierende Umverteilung nach oben unterstützen oder sie sogar noch steigern wollen. Also machen die aus ihrer Sicht doch alles richtig.
Aber wenn wir den armen Leuten mehr Geld geben, könnten ja auch die dunkelhäutigen was abkriegen. Dann doch lieber alles den Milliardären geben.
Ja, sowas könnte tatsächlich aus dem Mund manch verwirrten Wählers stammen.
Aber letztendlich ist es halt nur eine dreiste Lüge. Es geht einzig und allein darum, dass ganze Geld zu den paar reichen Freunden zu schaffen, die sich mit Spenden und späteren Posten revanchieren. Der zweite Teil ist nur Ablenkung für die dummen Rassisten unter den Wählern, die darauf ansprechen.
Hä? Verstehe ich nicht. Das findet doch statt. Von unten nach oben, so wie es sich gehört!
Gezeichnet, Ihr
Christian LindnerFriedrich MerzDann sollte diese Mehrheit Die Linke wählen. Anders wirds halt nix.
Leider sind die außenpolitisch nicht tragbar.
Tritt halt in die Partei ein und arbeite dran, das zu ändern. Dafür sind die Basisdemokratisch.
Edit: Und außerdem - Wenn wir hier nicht schleunigst das Leben der Bevölkerung verbessern, dann brauchen wir uns bald keine Sorgen mehr um Linke Außenpolitik machen, weil wir dann Putins Stellvertreter:innen als regierende Partei haben. Diese dringend notwendigen Verbesserungen werden halt von keiner anderen Partei als der Linken kommen.
Joa ist aber immer noch das kleinste Übel aktuell oder nicht?
Für das kleinere Übel bin ich zu alt. Ich hab die Schröder-Ära miterlebt. Damals dachte man, die SPD und die Grünen wären das kleinere Übel. Deshalb haben wir jetzt Hartz 4 und einen gigantischen Niedriglohnsektor.
Also nix tun und weiter so? Oder nicht wählen?
Nein, weil die uns mittel- bis langfristig von einem amerikanischen Vasallen zu einem russischen Vasallen machen. Welche Art von Kleptokraten uns ausbeuten, ist scheißegal. Aber immerhin fällt man aktuell nicht aus dem Fenster, wenn man einen bösen Witz über einen mächtigen Politiker macht.
Meinst du BSW?
Die sind noch schlimmer.
Selbst die Linke hat mittlerweile einen Schritt vom Russland-Kurs zurück gemacht.
Und alle anderen Optionen die wir haben aktuell sind schlimmer. Also was tun :)
Das Problem bei den Linken ist, dass „Reiche“ bei denen ab Gutverdiener losgeht. Also so ab 70.000€ brutto im Jahr.
Edit: Siehe zB die Ideen der Linken zur Finanzierung der kaputten Krankenkasse, Pflegekasse und Rentenkasse.
Bei der Krankenkasse ist mir bekannt:
https://www.die-linke.de/themen/pflege-und-gesundheit/
Das kann sein, dass das dazu führt das Wohlhabende mit überdurchschnittlichem Einkommen belastet werden aber genau das ist ja auch das Ziel. Und ja, an die ganz großen Vermögen und die Erträge muss man auch ran aber das wird halt nicht reichen.
Die Mehrheit hat was davon. Die Top 5% sind nicht die Mehrheit. Sie haben nur eine laute Lobby.
Und die Lobby wird mit Geld bezahlt, das auch solidarisch nutzbar wäre.
Bitte mal mit Fakten kommen und nicht mit gefühltem Wissen. Hier kannst du dir anschauen, wie viele Leute Gutverdiener sind und wie viele Spitzenverdiener sind. Und du siehst auch wie viel Prozent die von gesamten Steueraufkommen zahlen. Spoiler: Alle drei Punkte mehr als du denkst
https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Steuern/Lohnsteuer-Einkommensteuer/Tabellen/gde.html
Was ich grundsätzlich an diesen Programmpunkten scheisse finde ist folgendes:
Soziale Härten abfedern finde ich gut und wichtig. Eine Hängemattengesellschaft in der der Staat sich um alles kümmert, sehe ich als Schreckgespenst. So einen Staat hatten wir mal im Osten und da wurde sich dann auch um die Gedanken gekümmert.
Der Weg ist meiner Meinung nach nicht, den Arbeitenden, die sich was aufgebaut und erreicht haben, etwas wegzunehmen. Der Weg ist den Besitzenden etwas wegzunehmen und viele unnötige Privilegien zu stutzen.
Und welche Partei, außer den Linken, möchte auch nur annähernd den Besitzenden etwas wegnehmen?
Ja keine, aber die wollen wenigsten auch nicht gendern!! 😡😡😡
Edit: Sag ich ja xD
Lass den Schwachsinn weg, das braucht echt kein Schwein. Leute wie Du sind mit ein Grund, warum selbsternannte Linke in der Arbeiterklasse keinen Anklang finden.
Genau das. Jeder Handwerksmeister braucht doch, wenn er mit der Rentenkasse nichts am Hut hat, easy 2 Mio. liquide für seinen vielleicht 30 jährigen Ruhestand, alleine um Krankenkasse, wohnen etc. im Alter zahlen zu können. Die PdL macht hier mehr Abgaben für alle Facharbeiter ab 75 k Jahreseinkommen – das hat mit Superreichen nichts zu tun.
Also steigen die Abgaben für jeden Facharbeiter in Vollzeit mit über 75 k im Jahr. Sorry, kein Wunder dass die so niemand wählt. Das hat auch mit obersten 5% genau nichts zu tun.
70.000 dürfte deutlich über dem Medianbrutto liegen, das lag vor 2 Jahren bei 52.000.
Ist genau 18.000€ mehr. Also 1.500€ brutto pro Monat, also 750€ netto. Was für Unsummen. Da kann man doch noch was abzweigen.
Kennst du das schon? Du bekommst eine lang erwartete Gehaltserhöhung und freust dich über den Batzen mehr. Dann schaust du aufs Konto und merkst es sind nur 50€ mehr im Monat.
Ab 2.800 Netto gehört man zu den oberen 25% der Einkommen. Ja. Da kann man was abzweigen. Man sollte bei den oberen 10%, 5%, 1% mehr abzweigen. Aber 70.000 ist schon ein hohes Jahreseinkommen.
Über die 750€ netto würden sich viele Azubis freuen.
Ab 2.800 Netto gehört man zu den oberen 25% der Einkommen.
Das kommt ganz darauf an, ob man sich das Einkommen vor oder nach Transfers anschau, Vollzeit- oder Teilzeit. Für Vollzeiterwerbstätige Singles ist das ungefähr Median https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/HTML/2025/Einkommensrechner/index.html
Aber warum sollte man nur vollzeiterwerbstätige Singles miteinander vergleichen? Dann nimmt man ja ganz viele prekär Beschäftigte aus der Betrachtung raus und rechnet die Vollzeit arbeitenden Singles ärmer als sie sind?
Das ist doch Whatsaboutismus. Würde ich jetzt mit dem klassischen Müncher Gegenbeispiel kommen. Ist mir aber zu doof.
in München bekommen dann auch genug Leute dann Wohngeld. Also primär versus sekundär muss man sich auch anschauen.
Für Vollzeitarbeitende, ja https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/04/PD25_134_621.html
Viel Verwirrung bei den Zahlen rührt daher, dass Median vs Durchschnitt und Teilzeit vs Vollzeit wild dureinander geworfen wird.
Wie kommst du denn darauf?
naja, dass sie weniger Abgaben für alle bis 75.000 € im Jahr anvisieren, zeigt ja, dass sie meint, dass die darüber locker mehr abgeben können
Sehe ich jetzt weniger als ein Problem. Zum einen kann man den Parteien sagen was man will dass die ihr Wahlprogramm an den Wählerwillen anpassen. Zum anderen wird sie kaum alleine regieren, und dann geht man mit höheren Forderungen in Verhandlungen und einigt sich auf einen Kompromiss (wobei Leute heutzutage anscheinend kaum mehr verstehen was ein Kompromiss ist oder willig sind einen einzugehen).
Du kannst das Geldproblem doch nicht immer nur mit mehr Einnahmen lösen. Genau wie die SPD: Steuern rauf. Das geht doch nicht bis ins Unendliche. Wie wäre es mal mit den Ausgaben? Da wird so viel Geld unnütz verpulvert, weil Ist-ja-nicht-mein-Geld-und-keiner-kontrolliert-und-ist-haftbar
Man kriegt, was man wählt.
Ich nicht, was habe ich falsch gemacht?
Basiert auf dieser wochenalten ARD Umfrage https://www.tagesschau.de/inland/deine-meinung-zaehlt-wohlstand-100.html
ich finde es immer schön, wenn das ganze mal konkret untermauert würde. Was verstehen die Befragten unter hohen Erbschaften? Was unter hohen Vermögen, die es um zu verteilen gilt?
I love reading that we’re in favor of a wealth tax. I love that were in favor of paying into the pension system and broader reform.
We as a country should prioritize eliminating millionaires over 20+ million (id even prefer lower) and making housing not an investment. The following effects will be universally beneficial and will maintain Germany’s quality society and reverse any decline.
Cheaper higher quality housing, more infrastructure, less corrupt political systems, and a better standard of living for everyone. We must only remove conservatives from power, or centralists in general, and work to progress society to a better future together before we allow conservatives to duplicate what is being done in America and what has happened in Europe in the past.
81 Prozent hört sich nach sehr viel an. Wenn der Prozentsatz stimmt und ohne dass bewusst eine Stichprobe gewählt wurde, könnten Personen vielleicht im Affekt ihre Aussage getroffen haben, denkt man daran, dass es andere Menschen gibt (Superreiche), die viel mehr haben und man selbst in Relation dazu, wenig. Die Vergleichsgruppe ist wichtig.
Die Karten nach einer Umverteilung neu zu mischen würde dazu führen, dass mit der Zeit wieder Personen reicher werden als andere, Kapitalakkumulation verläuft nicht linear. Der Grund für Verteilungsunterschiede besteht darin, dass Fähigkeiten, Chancen und Risken, Konsum und Arbeitseinsatz zwischen Personen ungleich verteilt sind. Den Reicheren zu viel wegzunehmen könnte zu einer Demotivation führen und weniger zu Leistungsbereitschaft. Reichere könnten einen großen Teil ihres (liquiden) Kapitals abziehen und ihren Wohnsitz wechseln. In jüngerer Geschichte war in Bezug auf Ernährungssicherheit ungünstig, Großbauern zu enteignen. Die vielen kleinen Bauern, denen das Land gegeben wurde, kamen oft nicht an den Output des Großbauern heran.
Als Alternative für einen besseren Gini-Koeffizienten Arbeitseinsatz zu reduzieren oder Talente nicht zu fördern, dürfte nicht vorteilhaft sein.
Ich will keine Umverteilung. Ich will nicht Geld von den Vermögenden nehmen und es den Armen geben. Ich will Geld von den Vermögenden nehmen und es in unsere Gesellschaft investieren. In Schulen, Schwimmbäder, Strände, Schienen, Parks, Kultur, ÖPNV, Bahnhöfe, Müllentsorgung usw. In Dinge, die für alle sichtbar sind und uns das Gefühl geben, in einer wohlhabenden Gesellschaft zu leben. Dinge, die jeder nutzen kann.
Es ist eine bequeme Forderung, im Grunde von jedem mit ja zu beantworten, der kein Topverdiener ist
Weltweit gehört fast jeder in Deutschland zu den Topverdienern. https://de.wikipedia.org/wiki/Bruttonationaleinkommenkategorisierung_(Weltbank)
Wenn es darum geht, globale Gerechtigkeit zu schaffen und dafür zu verzichten, werden dann auch 81% die Verteilung als ungerecht ansehen?
Bitte liess auch meine Antwort auf SapphireSphinxs Kommentar. Das globale Lohngefälle erlaubt Outsourcing und ist damit die Quelle der Verteilungsschere. Vermögensteuer ist natürlich trotzdem angebracht.
What about… Die Frage ist in diesem Kontext komplett irrelevant weil es nicht um den Weltfrieden geht sondern ganz handfest um die Wohlstandsverteilung in Deutschland.
Der Witz ist, dass das globale Lohngefälle genutzt wird, um hier in Deutschland die Löhne zu senken, indem man z.B. mit Outsourcing droht.
Wenn die Europäer konsequent mit ihren Löhnen die Entwicklung der dritten Welt finanziert hätten und es weltweit ein Lohnniveau gäbe, würde der Gewinn der Betriebe deutlich kleiner sein und es gäbe dann auch in Deutschland keine extreme Wohlstandsverteilung.
Wenn man sich bewusst macht, dass wir immer noch überproportional viel verdienen, dann sieht man, dass wir durch Konsumverzicht das Kapital hätten, um durch weltweite Investitionen für unsere Lohngerechtigkeit zu sorgen.
Nein, also ich denke da steckt der falsche Gedanke drin dass schlussendlich aller Wohlstand durch unsere Arbeit entsteht. Derweil ist Automatisierung ein Leistungsfähiges System das das gegenteil beweist. Daher würde ich sagen: Umverteilung braucht es am Ende des Kapitalismus sowieso, die Frage ist nur wie lang der Weg dahin ist.
… das durch Wettbewerb an Wert verlieren kann. Bauern sind viel produktiver geworden, aber nicht reicher.
Der Trick der Milliardäre ist, dass sie Arbeiter in einen Wettbewerb zwingen. Wenn man das Spiel umdreht und die Milliardäre für begrenzte Arbeitskraft bieten lässt, dann wandern die Profite von den Milliardären zu den Arbeitern. Dafür müssen die Arbeiter international wie in einer Gewerkschaft zusammenhalten.
Dazu sind sie nicht bereit, also unterbieten sie sich, und haben so auch kein Geld, den Politikern mehr zu bezahlen, um das Recht zum eigenen Vorteil nutzen zu können.
Hmm ja hier zeigst du, dass du doch mehr Verstand von Wirtschaft hast, als ich dir zuerst zugetraut hätte. Denn es ist tatsächlich so, dass am Markt immer die Dinge besonders profitabel sind, von denen am meisten Mangel besteht. So sind z.B. sehr gewinnreiche Großunternehmen auch allein deshalb profitabel, weil diese Art von Unternehmen eben wachsen müssen, um den globalen Bedarf zu stillen, und daher existiert so etwas wie ein Großindustrieller überhaupt.
Deswegen war es auch in meinen Augen der fatale Fehler der Sovjetunion, die Großkapitalisten zu vertreiben, sodass die wenigen verbleibenden umso profitabler waren, auf Kosten der Allgemeinheit. Besser wäre es stattdessen gewesen, durch eine Art gemeinnütziger Großindustrie ganz einfach bessere Alternativen zu schaffen. Leider wird so ein System kaum aufgebaut weil die Menschen die gemeinnützig denken eben von Natur aus eher weniger industriell denken … somit gibt es heute leider noch keine gemeinnützige Industrie. Dabei sehe ich genau darin ein sehr interessantes Potential, das es zu entwickeln gilt.
Wie verhinderst du, dass die Industriellen die Resourcen für sich behalten?
Macht China nicht das?
Mit den Problemen anzufangen war wohl kein guter Einstieg. Das Thema interessiert mich aber, daher versuche ich es noch mal konstruktiv:
Wie würdest du eine solche Großindustrie aufbauen?
Hmm ja du sprichst einen interessanten Punkt an … soll die Umverteilung nur innerhalb Deutschlands, d.h. innerhalb des Nationalstaats geschehen, oder international?
Und wenn nur innerhalb Deutschlands … womit wird das begründet? Fällt das unter “Nationalismus”? Warum bekommen Ausländer weniger?
Meine Persönliche Meinung dazu ist dass wir die Umverteilung zum einen tatsächlich bei uns selbst zuerst implementieren sollten, denn man muss ja irgendwo beginnen, und dass es unrealistisch ist, dass Geld quer über die Welt gespendet wird, aber dass die Frage rein aus einer philosophischen Perspektive durchaus tiefgründiger ist.
Es geht darum, das Geld zu investieren, also Konkurrenz zu den bestehenden Milliardären aufzubauen. Wenn man das richtig macht vermehrt es sich sogar solange bis weltweite Lohngerechtigkeit besteht und Arbeit wertvoller ist als Kapital.